Spam

In letzter Zeit häufen sich Probleme, bei denen E-Mails, die an meine Büro-E-Mail-Adresse geschickt werden, als unzustellbar zurück kommen. Wie ich nach einiger Recherche heraus gefunden habe, ist der Sachverhalt wohl folgendermaßen*:

Erst mal etwas Theorie: Im Internet wird jedem Computer eine sogenannte IP-Nummer zugewiesen, beispielsweise 126.182.89.12. Da es aber viel mehr Internet-Teilnehmer gibt als durch die Kombination von vier Zahlen reproduzierbare IP-Nummern, werden von den Internet-Providern (wie Telekom, O2, KabelDeutschland usw.) mehrere Kundenzugänge zusammen gefasst und mehrere Kunden des Providers schreiben E-Mails und surfen im WWW mit der selben IP (und nur intern beim Provider werden die dann auseinander gebröselt).

Nun kann es passieren, dass ein anderer Kunde Ihres Providers absichtlich oder auch unwissentlich (wenn sein Account gehackt wurde) Spam-Mails verschickt, und das dann über die gleiche IP, die auch Ihnen zugewiesen wurde. Wird das von einem der vielen Spam-Blocker-Dienste erkannt, wird die ganze IP gesperrt, und damit leider auch Ihre E-Mail für unzustellbar erklärt.

Offenbar ist »Spamcop« – die Firma, mit der mein Provider für klute.se zusammen arbeitet – besonders gründlich und entdeckt viele solcher Fälle.

Was ist zu tun?

1. Melden Sie Ihrem Provider, dass Ihre E-Mail geblockt wurde und senden Sie die entsprechende Meldung von Spamcop (oder anderen Spam-Blockierern, von denen Sie eine Nachricht erhalten) an die entsprechende Hotline Ihres Providers. Jeder Provider hat leider unterschiedlich lange Reaktionszeiten, bis das Problem gelöst ist.**

2. Rufen Sie mich an und ich nenne Ihnen dann eine Ersatz-E-Mail-Adresse, an die Sie Ihre E-Mail schicken können, bis das Problem behoben ist.

* Falls meine Erläuterungen technisch unsauber sind, bitte ich um Nachsicht. Meine Kernkompetenzen liegen dann doch woanders.

** Wie ich von O2 erfuhr, kann dort auch helfen, den eigenen Internet-Router für 10 Minuten vom Netz zu nehmen. Danach weist O2 Ihnen automatisch eine neue IP zu, die dann (hoffentlich) kein »Bösewicht« mitbenutzt. Ob dieser Trick auch bei anderen Internet-Providern funktioniert, kann ich nicht sagen.

CreativeDurcheinander

Bei den Diskussionen rund um Adobes derzeitige Angebote und Preismodelle werden immer wieder einige Begriffe durcheinander gebracht.

CreativeCloud: Ein Angebot von Adobe, das insbesondere Speicherplatz auf den Adobe-Servern (= »in der Cloud«) beinhaltet. Ergänzend dazu werden weitere Tools und Services angeboten.

CC: Kürzel der aktuellen Versionen der Programme von Adobe (also: InDesign CC, Photoshop CC usw.). Die Software wird dabei nicht in der Cloud gespeichert, sondern wie bisher auch auf dem eigenen Computer. Und auch die Arbeitsdaten können weiterhin lokal auf dem eigenen Computer gespeichert werden. Der Zugriff auf die CreativeCloud ist nicht zwingend.

Abo-Modell: Adobe bietet die aktuellen Versionen nur zur Miete an, für die ein monatlicher Betrag gezahlt werden muss. Das Miet- oder Abo-Modell gibt es schon seit den letzten Versionen der Adobe-Software, damals parallel aber auch noch Kauf-Versionen. Zeitgleich mit den CC-Versionen wurde die Kauf-Möglichkeit abgeschafft.

Mehr Infos bei Adobe.

Dank an Yves Apel und Yoram Blumenberg für ihre Anmerkungen.

Glückauf!

Man kann sich das nicht aussuchen: Als Kind werden viele Fan eines Fußballvereins, ohne dass rationale Gründe dafür oder dagegen sprechen. Bei mir wurde es der FC Schalke 04, ohne dass ich noch genau weiß, wieso.

In der Schalker Arena hängen seit ein paar Jahren großformatige Banner unter dem Stadiondach, die von Fanclubs gestaltet wurden – und nun seit Anfang dieser Saison auch eine Idee von mir: zwei Banner von der Schalker Filiale Hamburg und den Münchner Isar-Schalkern, die zusammen ein gemeinsames Motiv bilden, und symbolisieren, dass der Verein überall seine Fans hat: »Von der Elbe bis zu Isar« ist ein Zitat aus einem bekannten Fan-Lied.

Mein Ansatz überzeugte nicht nur die Münchner Fan-Kollegen, von denen Jens Fritzsche die finale Gestaltung übernahm, sondern auch den Verein sofort, so dass diese einzigartige Idee aus unzähligen Vorschlägen umgesetzt wurde. Zu sehen auch in der heutigen Ausgabe der Vereinszeitschrift.

banner

Replik

»Nein, Sie bekommen »das« nicht bei anderen für weniger Geld. Sie bekommen meine Ideen, meine Erfahrung, meine Zeit, mein Profi-Netzwerk und vor allem meine freundliche und mitdenkende Art, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Das ist unvergleichlich. Und das ist diesen Preis wert. Es ist preiswert.«

Von Ideen und Restaurantbesuchen

Erik Spiekermann ist einer der bekanntesten deutschen Gestalter und wahrscheinlich auch einer ihrer besten Sprecher. Seine Vorträge und Statements sind nicht nur unterhaltsam, sondern sparen auch nicht mit klugen und kritischen Worten (insbesondere gegenüber Anwesenden). Immer wieder betont er die ungemein wichtige Bedeutung von Design für den Erfolg von Produkten, Medien und Prozessen. So auch in diesem Vortrag anlässlich der Feier zum 60jährigen Bestehen des Rats für Formgebung: Die ganzen knapp 22 Minuten sind sehr sehenswert, nicht nur für Gestalter, sondern vor allem für Auftraggeber.

Zu Recht kritisiert Spiekermann beispielsweise, erst ein paar »Ideenskizzen« sehen zu wollen und bei der Auftragserteilung nach rein finanziellen Aspekten zu entscheiden. »Ideen sind unser wertvollstes Gut. Die werden wir nicht verschleudern.« – Und verständlicherweise auch nicht ohne Auftrag daran arbeiten.

Der richtige Weg ist, im – selbstverständlich kostenlosen – Vorab-Gespräch mit dem Designer zu klären, ob man zusammen passt: »Versteht« der Designer, worum des bei dem Auftrag geht? Kann er sich in die Aufgabenstellung hineindenken?

Dieses »Beschnuppern« ist aber nicht nur für den Auftraggeber wichtig. Denn falls es zu einem Auftrag kommt, muss auch der Designer vorher den Eindruck gewonnen haben, dass die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber gut funktionieren wird, nämlich auf Augenhöhe zwischen dem Fachmensch für das Produkt/die Dienstleistung und dem Fachmensch für Design. Denn nur dann kann ein Gestalter Höchstleistung erzielen.

Mein Angebot: Lernen Sie mich in einem ersten, natürlich kostenlosen Gespräch kennen. Ich komme gerne bei Ihnen vorbei. Ideenskizzen habe ich dann aber nicht dabei.

(Bei 19:38 min erfahren Sie auch, was es mit den »Restaurantbesuchen« in der Überschrift auf sich hat.)

KS… was?

Dieser Artikel von 2013 wurde am 20.12.2016 leicht aktualisiert. Noch besser informiert sind Sie nach Lektüre aller meiner Artikel zum Thema KSK.

Über die KSK oder ausgeschrieben »Künstlersozialkasse« ist ziemlich wenig bekannt. Dabei müssten eigentlich (fast) alle Unternehmen, aber auch Institutionen und Vereine in Deutschland von ihr wissen, denn wer »künstlerische oder publizistische Leistungen« in Anspruch nimmt, ist per Gesetz verpflichtet, an die KSK eine Abgabe, die Künstlersozialabgabe, zu zahlen.

 

Künstlersozialkasse und Künstlersozialabgabe

Letztendlich ist die Künstlersozialabgabe (KSA) vergleichbar mit einem Sozialversicherungsbeitrag als Teil der Lohnnebenkosten. Beauftragt man eine Autowerkstatt oder kauft ein Brot beim Bäcker, bezahlt man diese Lohnnebenkosten mit dem Gesamtrechnungsbetrag einfach mit und merkt es nicht einmal. Bei kreativen Leistungen hat sich der Gesetzgeber einen anderen (kreativen?) Weg über die Künstlersozialabgabe entwickelt.*

Mit den KSA-Einnahmen bezahlt die KSK – vereinfacht ausgedrückt – für die über sie versicherten selbstständigen Kreativen den Arbeitgeberanteil an der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung (Die KSK ist keine eigene Versicherung!). Dieser Weg über die KSK steht selbstständigen »Künstler und Publizisten« offen – dazu zählen beispielsweise auch Kommunikationsdesigner –, die gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Aktuelle Untersuchungen für den Design-Bereich [hier und hier] zeigen, dass das durchschnittliche Einkommen von Designern zu niedrig ist, um neben den alltäglichen Ausgaben auch noch Spielraum für Alters-Rücklagen zu haben. Ähnliches gilt für die anderen Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die KSK ist da eine kleine, sinnvolle Unterstützung gegen drohende Altersarmut.

 

Wer muss die Künstlersozialabgabe zahlen?

Die KSK selbst schreibt: »Alle Unternehmen, die durch ihre Organisation, besondere Branchenkenntnisse oder spezielles Know-how den Absatz künstlerischer Leistungen am Markt fördern oder ermöglichen, gehören grundsätzlich zum Kreis der künstlersozialabgabepflichtigen Personen.« Um dieses Behördenlatein etwas verständlicher zu machen, gibt es auf der Website der KSK eine Liste, die das erläutert.

Entscheidend in dieser Liste ist dabei der letzte Punkt: »Außerdem sind alle Unternehmen abgabepflichtig, die regelmäßig von Künstlern oder Publizisten erbrachte Werke oder Leistungen für das eigene Unternehmen nutzen, um im Zusammenhang mit dieser Nutzung (mittelbar oder unmittelbar) Einnahmen zu erzielen.« Diese alte Formulierung wurde mittlerweile präzisiert: Wenn alle Rechnungen für die erbrachten kreativen Leistungen 450,- € im Jahr überschreitet, ist die Abgabe zu entrichten. Kosten für Druck einer Broschüre oder Programmierung einer Website sind dabei nicht Teil dieser 450,- €. Bitte achten Sie daher darauf, dass Sie von Ihrem Kreativ-Dienstleister entsprechend detaillierte Rechnungen bekommen.

Ausnahme: Die KSA ist nicht zu zahlen, wenn statt eines Selbstständigen eine »juristische Person«, also z.B. eine als AG oder GmbH beauftragt wird. Aber auch dann werden Sozialabgaben bezahlt; sie »verstecken« sich lediglich in den zu zahlenden Honoraren (mit denen die GmbH die Lohnnebenkosten ihrer Angestellten bezahlt). Diese Honorare sind in dem meisten Fällen auch noch erheblich höher als bei Beauftragung eines selbstständigen Kreativen (mit einem kompetenten Spezialisten-Team im Hintergrund).

 

Wieviel muss gezahlt werden?

Im Moment liegt die Höhe der Abgabe bei 4,8% (ab/seit 1.1.2017) des Netto-Rechnungsbetrages. Die Abgabe wird nicht an den beauftragten Kreativen gezahlt, sondern am Jahresende per Formular an die KSK gemeldet. Daraus ergibt sich ein monatlicher Vorauszahlungsbetrag für das Folgejahr, der dann am Jahresende mit den realen Zahlen abgeglichen und angepasst wird.

Der Prozentsatz wird laufend überprüft und angepasst. Ähnlich wie bei der Rentenversicherung gilt: Je mehr Abgabepflichtige die Künstlersozialabgabe zahlen, desto geringer kann der Prozentsatz ausfallen. Insbesondere Handels- und Handwerkskammern aber auch Steuerberater sind hier gefordert, im Namen der ehrlichen Abgabe-Zahlenden Aufklärungsarbeit zu leisten, um für alle den Beitragssatz zu senken.

Die Deutsche Rentenversicherung hat von der Künstlersozialkasse den Auftrag erhalten, Nicht-Zahler ausfindig zu machen (da sie sowieso regelmäßig alle Firmen und Institutionen überprüft). Im Fall der Fälle kann dann bis für dis zu fünf Jahre rückwirkend die Zahlung der Künstlersozialabgabe angeordnet werden.

 

Mehr Informationen

Die KSK bietet auf ihrer Website ausführliche Informationen zu allen Aspekten rund um die Künstlersozialabgabe. Für alle (nicht nur Unternehmen, sondern auch Behörden, Vereine, Selbstständige etc.), die Designleistungen in Anspruch nehmen, gibt es ein spezielles Info-Blatt als PDF.

Auch explizit für Steuerberater gibt es ein informatives PDF.

 


* Optimal ist das gegenwärtige Prozedere sicherlich nicht. Hier sind neue Lösungen gefragt, die für mehr Abgabegerechtigkeit sorgen und zugleich den bürokratischen Aufwand für alle verringern. Ein Abschaffung der KSK ist dabei aber keine Lösung: Dann müssten die Kreativen Ihre Honorare entsprechend erhöhen oder können noch weniger Rücklagen fürs Alter oder schlechte Zeiten bilden mit der Folge, dass die Sozialkassen stärker belastet werden.


Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr und stellen natürlich keine rechtsverbindliche Beratung dar. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihren Steuerberater, Anwalt und/oder die Künstlersozialkasse!

Wer Fehler oder Ungenaues entdeckt, darf mich gerne kontaktieren. Vielen Dank an Andreas Maxbauer und Friederike Sobiech für ihren hilfreichen Input.

»Eine Investition in Wissen bringt die höchsten Zinsen.«

Das Zitat stammt nicht von mir, sondern von Benjamin Franklin (der übrigens vor seiner Zeit als US-Präsident Drucker war, wie ich gerade in dem unterhaltsamen Buch »Just My Type« lesen konnte). Investitionen in Wissen bedeutet zunächst einmal: Fördertöpfe finden, Anträge schreiben, (internationale) Kooperation suchen und vieles mehr. Damit Wissenschaftler sich auf ihre eigentlichen Tätigkeiten konzentrieren können, übernimmt diese Aufgaben Daniela Jänicke mit ihrem Angebot »Internationales Wissenschaftsmanagement«.

Für die zweisprachig angelegte Website entwarf ich eine schlichte Gestaltung, die Schrift und Farben des vorgegebenen Logos aufgreift. Als »Eyecatcher« werden zum Thema passende Zitate, darunter das von Benjamin Franklin, in Kombination mit einen Foto eingesetzt. Die Website ist erreichbar unter www.science-management.eu.

sciencemanagementDie Programmierung übernahm die webINTERNISTIN.

 

Freundliche Absage

Manchmal klappt es nicht und ich bekomme aus ganz unterschiedlichen Gründen einen Design-Auftrag nicht. Wenn ich dann aber im Absage-Schreiben so einen Satz lesen darf, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin:

»Ich persönlich war sehr angetan von Ihrem Einsatz, sofort bei uns aufzuschlagen und sich hochmotiviert für unser Projekt zu zeigen.«

 

Die »Geht-runter-wie-Öl«-Woche

Erst bedankt sich ein Kollege für meine InDesign-Hilfe mit den Worten »Du Gott!«.

Dann loben unzählige Besucher mich und meine Kollegen vom Orga-Team der InDesign User Group Hamburg, zum Beispiel so: »Ein großes Danke für die tolle Organisation der letzten Veranstaltung.«

Und zuletzt schreibt eine Neukundin: »Sogar Ihre Rechnung sieht schön aus!«

Mehr geht nicht. Danke an alle!

 

»Willkommen nach Schweden!«

Vor einigen, eher vielen Jahren tauchten in einem schwedischen Werbespot Außerirdische auf und wurden von der netten älteren Kioskbesitzerin mit den obigen Worten auf deutsch – im schwedischem Werbefernsehen – begrüßt. Lassen wir mal offen, ob das Absicht war oder es keiner in der Agentur besser wusste…

Facebook bietet bei fremdsprachigen Einträgen immer an, diese übersetzen zu lassen. Heute habe ich das mal ausgetestet mit einem Text, den das Stockholmer Freilichtmuseum (und Austragungsort des fabelhaften »Allsång«) Skansen bei Facebook gepostet hatte. Im Original: »Hallå! Är det några som är kvar uppe vid Sollidenscenen efter skyfallet? Vilket åskoväder som passerade förbi! Ni har väl inte spolats bort?«

Die Übersetzung (kommt von Microsofts Bing): »Hallo! Gibt es etwaige verbleibende Aufwand bei Solar Liden Szene nach Skyfallet? Welche Åskoväder die übergangen! Weggespült Sie haben nicht?«

Was für ein unverständliches Kauderwelsch! Besser, aber auch noch nicht gut, macht es Googles Übersetzer»Hallo! Gibt es irgendwelche, die sich auf der Bühne Solliden werden nach dem Regenguss noch übrig? Was für ein Gewitter, die vorübergingen! Sie haben nicht weggespült?«

Man sieht also: Nicht alles können uns die Maschinen abnehmen. Gut so.

Richtiger wäre übrigens in etwa: »Hallo! Ist da noch irgend jemand oben bei der Solliden-Bühne nach dem Regenguss? Was für Unwetter, die da vorbeizogen! Ihr seid hoffentlich nicht weggespült worden?«

Organisieren und Strukturieren

Nach einem knappen Jahr Vorlaufzeit fand am 29. Februar die erste Veranstaltung der InDesign User Group Hamburg statt. Auf dem Hausboot der FSG – Freien Schule für Gestaltung trafen sich knapp 70 InDesign-Anwender, um vom weltweit anerkannten Experten Rufus Deuchler mehr über die Möglichkeiten zu erfahren, aus InDesign direkt für iPad & Co zu gestalten.

Für das fünfköpfiges Orga-Team galt es im Vorfeld einiges zu planen und manches zu improvisieren: Vor allem die Raumsuche hat uns viel beschäftigt, denn eine Location zu finden, die Platz für so viele Menschen bietet und gleichzeitig nichts kostet, war nicht leicht. Umso mehr freuen wir uns, mit dem Hausboot der FSG einen sehr ungewöhnlichen und zugleich durch und durch hanseatischen Veranstaltungsraum gefunden zu haben.

Bei der Organisation der Veranstaltung profitierte ich von meinen Erfahrungen als Regionalsprecher für die AGD – Allianz deutscher Designer e.V. Auch dort gilt es, Räume zu organisieren, das ganze Drumherum zum Blick zu behalten und den Abend zu moderieren. Auch wenn ich diesmal durch eine Erkältung ziemlich angeschlagen war, kann ich sagen, dass mir das Spaß macht. Organisieren und Strukturieren gehören zu meinen Stärken.

Ohne meine Mitstreiter wäre aber eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht zu schaffen gewesen. Ein großes Dankeschön geht darum an Mara Saueracker, Christof Rickmann, Dirk Rexer und Jörg Maassen.

Wenn auch Sie mit InDesign arbeiten und mehr über die Möglichkeiten den Software erfahren möchten, kontaktieren Sie mich gerne oder registrieren Sie sich bei der InDesign User Group. Dann werden Sie automatisch über den nächsten Termin (voraussichtlich Anfang Mai) informiert und genießen darüber hinaus noch ein paar Vorteile (z.B. Rabatt bei iStockphoto): http://www.indesignusergroup.com/chapters/hamburg/ 

 

 

 

 

 

 

Das Foto zeigt Rufus Deuchler bei seinem informativen Vortrag.

Homepage ungleich Website

Die beiden Begriffe Homepage und Website werden leider häufig gleichbedeutend benutzt, aber das sind sie nicht.

Die Startseite einer Website ist die Homepage.

Nur in dem seltenen Fall, dass eine Website nur aus einer Seite besteht, ist die Website deckungsgleich mit der Homepage.

Und dann gibt es ja auch noch die Webseite (englisch Webpage). Das ist irgendeine Seite innerhalb einer Website. Die Homepage ist also immer auch eine Webseite.

Alles klar!?

Herzenswerk

Mein Sohn (»schon fünfdreiviertel!«) und ich haben einen Adventskalender ganz einfach selber gebastelt: Zunächst haben wir zwei gleich große Bögen Fotokarton besorgt. Auf den einen habe ich mit Bleistift ein Haus skizziert mit 24 Fenstern. Damit die Fenster gleich groß werden und es nicht zu lange dauert (»wann kann ich endlich malen?«), habe ich eine »4×6«-Lego-Platte (Die Kenner wissen, was ich meine) zu Hilfe genommen. Anschließend wurde nach Lust und Laune getuscht.

Danach wurde der zweite Bogen Fotokarton unter den ersten gelegt und die Fenster wurden an jeweils drei Seiten mit dem Cutter ausgestanzt. Die Konturen zeichnen sich dann auf dem unteren Fotokarton ab, so dass man weiß, wo nun die Bilder hingeklebt werden müssen, damit sie beim Öffnen der Türen zu sehen sind. Fotos auswählen, Größe anpassen, aufkleben und beide Bögen Fotokarton verkleben. Dass mein Sohn bis 24 zählen und schreiben kann, stellte ich dann beim abschließenden Nummerieren der Fenster fest. Fertig!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit!

(Was die schwarze Linie bedeuten soll, konnte ich dem Künstler noch nicht entlocken.)

Kreativer Input

Die »Allianz deutscher Designer« ist der größte europäische Berufsverband für selbstständige Designer. Auch ich gehöre dazu, denn es ist mir wichtig, den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen zu suchen, so auf neue Ideen und Ansätze für die eigene Arbeit zu kommen und jüngere Designer beim Start in den Beruf zu unterstützen. Darum bin ich auch seit Anfang 2011 Regionalsprecher der AGD* und organisiere zusammen mit meiner Co-Sprecherin Vorträge, Seminare und versuche zu die Designwelt hinaus zu netzwerken.

Ende September fand im thüringischen Mühlhausen die »Jahrestagung« der AGD statt. Ein Highlight. Über 150 Designerinnen und Designer kamen zusammen, erlebten spannende und inspirierende Vorträge, quatschten, feierten und wanderten sogar zusammen. Hervorheben möchte ich drei Erlebnisse, die mich besonders beeindruckten:

Thomas Hoyer ist Kalligraph und zeigte uns die breite Palette seiner Arbeit. Es geht nicht darum, irgendwelche chinesischen Schriftzeichen zu malen – was viele immer noch mit »Kalligraphie« verbinden –, sondern um die vielfältigen Möglichkeiten, mit der Hand zu schreiben. Darum freut es mich besonders, dass Thomas Hoyer im November in Hamburg ist und in einem Tagesseminar vermittelt, welche Möglichkeiten in der eigenen Handschrift stecken. Auch Nicht-Designer und Nicht-AGDler dürfen (und sollten) sich für den 26. November anmelden, ich kann das Seminar (Link) sehr empfehlen!

Michael Zimmer ist Regionalsprecher aus Saarbrücken und präsentierte uns seine Kampagne, mit der die Saarländer überzeugt werden sollen, zur Blutspende zu gehen. Auch wenn ich nicht im Saarland wohne, hat mich der Vortrag vollends begeistert und Hamburg hat seitdem einen neuen Blutspender. (Ich habe leider keinen Link zu der Kampagne gefunden. Gehen Sie einfach hier hin und spenden Sie Blut.)

Die Poschauko-Zwillinge Martin und Thomas haben eine faszinierende Diplom-Arbeit abgeliefert, die gleich als Buch veröffentlicht wurde: Darin zeigen Sie, wie sie ausgehend von einem einfachen Bild und den Buchstaben »Nea Machina« unendlich viele Variationen kreieren im Zusammenspiel von Kopf, Bauch, Hand und Computer. Sie zeigen, wie Kreativität funktioniert, und machen Lust, gleich loszulegen. Ein Tipp für den Gabentisch! (Link)

Darüber hinaus gab es noch viele weitere tolle Begegnungen mit Designern aus ganz Deutschland (und auch aus der Schweiz). Nächstes Jahr bin ich wieder dabei (und voraussichtlich als DJ im Einsatz), und ich kann nur jedem empfehlen, sich das letzte September-Wochenende freizuhalten! Auch Nicht-AGDler sind willkommen.

 

* Die Abkürzung für die »Allianz deutscher Designer« lautet AGD.

Fürther Trikots mit bemerkenswerter Typo-Wahl

Heute sah ich Ausschnitte eines Zweitligaspiels mit der SpVgg Greuther Fürth. Auffallend war dabei vor allem die ungewöhnliche Typografie, die der Verein für die Rückennummern und Spielernamen gewählt hat. Leider habe ich kein großes Bild dazu gefunden. Gerne würde ich mehr über die Schrift und den Designer des Trikots etc. wissen.

© picture alliance
© picture alliance

Lustigerweise kam die Mode-Designerin, die das Trikot der Frauen-Nationalmannschaft gestaltet hat und für die misslungene Typo auf dem Rücken verantwortlich war, aus Fürth…

Im übrigen hat Fürth einen wirklich sympathischen Trainer: