Replik

»Nein, Sie bekommen »das« nicht bei anderen für weniger Geld. Sie bekommen meine Ideen, meine Erfahrung, meine Zeit, mein Profi-Netzwerk und vor allem meine freundliche und mitdenkende Art, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Das ist unvergleichlich. Und das ist diesen Preis wert. Es ist preiswert.«

KS… was?

Dieser Artikel von 2013 wurde am 20.12.2016 leicht aktualisiert. Noch besser informiert sind Sie nach Lektüre aller meiner Artikel zum Thema KSK.

Über die KSK oder ausgeschrieben »Künstlersozialkasse« ist ziemlich wenig bekannt. Dabei müssten eigentlich (fast) alle Unternehmen, aber auch Institutionen und Vereine in Deutschland von ihr wissen, denn wer »künstlerische oder publizistische Leistungen« in Anspruch nimmt, ist per Gesetz verpflichtet, an die KSK eine Abgabe, die Künstlersozialabgabe, zu zahlen.

 

Künstlersozialkasse und Künstlersozialabgabe

Letztendlich ist die Künstlersozialabgabe (KSA) vergleichbar mit einem Sozialversicherungsbeitrag als Teil der Lohnnebenkosten. Beauftragt man eine Autowerkstatt oder kauft ein Brot beim Bäcker, bezahlt man diese Lohnnebenkosten mit dem Gesamtrechnungsbetrag einfach mit und merkt es nicht einmal. Bei kreativen Leistungen hat sich der Gesetzgeber einen anderen (kreativen?) Weg über die Künstlersozialabgabe entwickelt.*

Mit den KSA-Einnahmen bezahlt die KSK – vereinfacht ausgedrückt – für die über sie versicherten selbstständigen Kreativen den Arbeitgeberanteil an der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung (Die KSK ist keine eigene Versicherung!). Dieser Weg über die KSK steht selbstständigen »Künstler und Publizisten« offen – dazu zählen beispielsweise auch Kommunikationsdesigner –, die gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Aktuelle Untersuchungen für den Design-Bereich [hier und hier] zeigen, dass das durchschnittliche Einkommen von Designern zu niedrig ist, um neben den alltäglichen Ausgaben auch noch Spielraum für Alters-Rücklagen zu haben. Ähnliches gilt für die anderen Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die KSK ist da eine kleine, sinnvolle Unterstützung gegen drohende Altersarmut.

 

Wer muss die Künstlersozialabgabe zahlen?

Die KSK selbst schreibt: »Alle Unternehmen, die durch ihre Organisation, besondere Branchenkenntnisse oder spezielles Know-how den Absatz künstlerischer Leistungen am Markt fördern oder ermöglichen, gehören grundsätzlich zum Kreis der künstlersozialabgabepflichtigen Personen.« Um dieses Behördenlatein etwas verständlicher zu machen, gibt es auf der Website der KSK eine Liste, die das erläutert.

Entscheidend in dieser Liste ist dabei der letzte Punkt: »Außerdem sind alle Unternehmen abgabepflichtig, die regelmäßig von Künstlern oder Publizisten erbrachte Werke oder Leistungen für das eigene Unternehmen nutzen, um im Zusammenhang mit dieser Nutzung (mittelbar oder unmittelbar) Einnahmen zu erzielen.« Diese alte Formulierung wurde mittlerweile präzisiert: Wenn alle Rechnungen für die erbrachten kreativen Leistungen 450,- € im Jahr überschreitet, ist die Abgabe zu entrichten. Kosten für Druck einer Broschüre oder Programmierung einer Website sind dabei nicht Teil dieser 450,- €. Bitte achten Sie daher darauf, dass Sie von Ihrem Kreativ-Dienstleister entsprechend detaillierte Rechnungen bekommen.

Ausnahme: Die KSA ist nicht zu zahlen, wenn statt eines Selbstständigen eine »juristische Person«, also z.B. eine als AG oder GmbH beauftragt wird. Aber auch dann werden Sozialabgaben bezahlt; sie »verstecken« sich lediglich in den zu zahlenden Honoraren (mit denen die GmbH die Lohnnebenkosten ihrer Angestellten bezahlt). Diese Honorare sind in dem meisten Fällen auch noch erheblich höher als bei Beauftragung eines selbstständigen Kreativen (mit einem kompetenten Spezialisten-Team im Hintergrund).

 

Wieviel muss gezahlt werden?

Im Moment liegt die Höhe der Abgabe bei 4,8% (ab/seit 1.1.2017) des Netto-Rechnungsbetrages. Die Abgabe wird nicht an den beauftragten Kreativen gezahlt, sondern am Jahresende per Formular an die KSK gemeldet. Daraus ergibt sich ein monatlicher Vorauszahlungsbetrag für das Folgejahr, der dann am Jahresende mit den realen Zahlen abgeglichen und angepasst wird.

Der Prozentsatz wird laufend überprüft und angepasst. Ähnlich wie bei der Rentenversicherung gilt: Je mehr Abgabepflichtige die Künstlersozialabgabe zahlen, desto geringer kann der Prozentsatz ausfallen. Insbesondere Handels- und Handwerkskammern aber auch Steuerberater sind hier gefordert, im Namen der ehrlichen Abgabe-Zahlenden Aufklärungsarbeit zu leisten, um für alle den Beitragssatz zu senken.

Die Deutsche Rentenversicherung hat von der Künstlersozialkasse den Auftrag erhalten, Nicht-Zahler ausfindig zu machen (da sie sowieso regelmäßig alle Firmen und Institutionen überprüft). Im Fall der Fälle kann dann bis für dis zu fünf Jahre rückwirkend die Zahlung der Künstlersozialabgabe angeordnet werden.

 

Mehr Informationen

Die KSK bietet auf ihrer Website ausführliche Informationen zu allen Aspekten rund um die Künstlersozialabgabe. Für alle (nicht nur Unternehmen, sondern auch Behörden, Vereine, Selbstständige etc.), die Designleistungen in Anspruch nehmen, gibt es ein spezielles Info-Blatt als PDF.

Auch explizit für Steuerberater gibt es ein informatives PDF.

 


* Optimal ist das gegenwärtige Prozedere sicherlich nicht. Hier sind neue Lösungen gefragt, die für mehr Abgabegerechtigkeit sorgen und zugleich den bürokratischen Aufwand für alle verringern. Ein Abschaffung der KSK ist dabei aber keine Lösung: Dann müssten die Kreativen Ihre Honorare entsprechend erhöhen oder können noch weniger Rücklagen fürs Alter oder schlechte Zeiten bilden mit der Folge, dass die Sozialkassen stärker belastet werden.


Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr und stellen natürlich keine rechtsverbindliche Beratung dar. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihren Steuerberater, Anwalt und/oder die Künstlersozialkasse!

Wer Fehler oder Ungenaues entdeckt, darf mich gerne kontaktieren. Vielen Dank an Andreas Maxbauer und Friederike Sobiech für ihren hilfreichen Input.

Klare Worte

Anselm Hannemann kenne ich als Frontend-Entwickler, vor allem aber als einen der Organisatoren der InDesign User Group München und der PUBKON, der hervorragenden Publishing-Konferenz im April in Berlin.

Auf seiner Website schreibt Anselm klare, kluge Worte, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, aber viel zu selten ausgesprochen werden:

You can hire me but be sure I match your interest.

Consider a proper timeframe that is doable for you and me.

I am always open for a new work experience but be sure it really fits to me and it is properly paid.

Beim demnächst anstehenden inhaltlichen und gestalterischen Relaunch meiner Website werde ich diese Punkte sicherlich aufnehmen. Und wenn Sie einen Experten für HTML5, CSS3 & Co suchen, empfehle ich gerne Anselm.

Mitdenken im Mai

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Kunden glücklich machen.

Für den aktuellen Newsletter von Svenska Intensiv habe ich nicht nur alle gelieferten Texte und Termine in eine ansprechende Form gebracht, sondern darüber hinaus eine Vorschlag für eine kleine Text-Ergänzung gemacht: Warum keinen aktuellen Bezug zur gerade statt gefundenen Eishockey-WM einbauen, bei der Schweden den Titel erringen konnte? Und so liest sich das dann:

Glückwunsch an Tre Kronor! Die schwedische Eishockey-Nationalmannschaft hat im Endspiel gegen die Schweiz den Weltmeistertitel errungen! Mit einem Schwedisch-Sprachkurs hätten die Schweizer vielleicht ihre Gegner belauschen und den einen oder anderen erfolgreichen Spielzug der Schweden verhindern können… Svenska Intensiv bietet auch zu ganz speziellen Themen Sprachkurse an.

Das Kunden-Feedback dazu: »TACK! Danke für den kreativen Einfall!«

Gern geschehen! Das gehört selbstverständlich dazu, wenn man nicht nur Grafikdesigner, sondern auch Mitdenker ist.

 

Freundliche Absage

Manchmal klappt es nicht und ich bekomme aus ganz unterschiedlichen Gründen einen Design-Auftrag nicht. Wenn ich dann aber im Absage-Schreiben so einen Satz lesen darf, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin:

»Ich persönlich war sehr angetan von Ihrem Einsatz, sofort bei uns aufzuschlagen und sich hochmotiviert für unser Projekt zu zeigen.«

 

Svenska Intensiv

Carina Middendorf von Svenska Intensiv kenne ich schon länger. Zu selten schaffe ich es, eine ihrer Veranstaltungen zu besuchen, um meine Schwedisch-Kenntnisse vorm Einrosten zu bewahren.* Als Carina mich bat, ihren monatlichen Newsletter gestalterisch zu überarbeiten, sagte ich gerne zu. Als »Mitdenker und Grafikdesigner« beließ ich es (natürlich) nicht beim Re-Design, sondern machte mir Gedanken und auch Vorschläge, wie die Inhalte besser strukturiert werden könnten.

Heraus kam der neue PDF-Newsletter, der auf dem bisherigen Erscheinungsbild aufbaut und so Kontinuität vermittelt, aber vor allem die Inhalte lesbarer und übersichtliche präsentiert. Das Foto auf der Titelseite habe ich 2012 in Stockholm gemacht.

* Für mich ist Twitter eine tolle Möglichkeit, regelmäßig schwedisch (und auch englisch) zumindest zu schreiben: Unter @rainerklute schreibe ich über Design- und Kommunikations-Themen: Je nach Thema und Zielgruppe auf deutsch, englisch oder schwedisch. So sind schon einige interessante Kontakte in alle Welt entstanden, natürlich auch nach Schweden.

Feuerwehreinsatz

So kann’s gehen: Anfang der Woche ruft eine Design- und Werbeagentur an, auf der Suche nach einem InDesign-Fachmann: Komplizierte Tabellen, die teilweise nur als Screenshot, teilweise in Word, teils auf englisch, vor allem aber auf portugiesisch (was ich nun gar nicht beherrsche) vorliegen, müssen schnellstens in eine ansehnliche Form gebracht werden für eine Broschüre. Kein Problem für mich mit den guten Möglichkeiten, die InDesign für Tabellensatz bietet. Ungläubige Rückfrage am Telefon: »Und das hast Du nicht mit Illustrator gemacht?« :-)

Und mein Zeitaufwand war geringer, als von Agenturseite gedacht.

Rufen auch Sie im Notfall die InDesign-Feuerwehr: 040/43193446. :-)

Da die Broschüre »strictly confidential« ist, kann ich hier leider keine Abbildungen präsentieren. Stattdessen das »Feuerwehr«-Lied der Band Radau:

 

Teamwork ganz nach Bedarf

Die AGD-Studie 2012 bestätigt, was ich schon lange beruflich »lebe«:

»Selbstständige Designer sind zudem Manager, Kontakter und Macher in einem.«

Flexibler als jede Agentur schaffen es freiberufliche Designer (und damit meine ich natürlich auch mich selbst :-), für jeden Auftrag das passende Team zusammen zu stellen und so kostengünstig durchdachte und überzeugende Lösungen zu erzielen. Der Begriff »Designer« oder »Grafikdesigner« ist darum eigentlich viel zu eng gefasst:

»In Kombination mit ihrem kreativen Können werden Designer so zu gefragten Fachleuten zur Lösung komplexer Aufgaben oder für Verbesserungsmaßnahmen.« 

Und darum steht auf meiner Visitenkarte auch: Mitdenker & Grafikdesigner

Sprechen Sie mich gerne an!

Lieblingsmail

Solche E-Mails gehen runter wie Öl:

»Ich bedanke mich schon einmal im Voraus für den tollen Service. Wir sind wie immer sehr zufrieden mit Ihrer Arbeit und kommen gern bei weiteren Aufträgen auf Sie zurück!«

Emsland-Werbung

Ich muss hier mal eine Lanze fürs Emsland brechen: Eine nicht-repräsentative Umfrage im Freundes-, Kunden- und Kollegen-Kreis ergab, sagen wir mal, eine gewisse Skepsis, ob man dort gut Urlaub machen kann. Man kann. Es ist Urlaub ohne Glamour, aber mit hohem Erholungs-Faktor! Und wem das Ausland fehlt, fährt mal eben rüber in die Niederlande.

Mir hat der entspannte Urlaub auf dem Ferienhof Korte in der Gemeinde mit dem coolsten Namen, den ich auf einer deutschen Landkarte finden konnte, so gut gefallen, dass ich dafür eine Werbe-Postkarte gestaltet habe (auch, weil es in der ganzen gemeinde keine ansehnlichen Postkarten zu kaufen gibt). Die Optik ist diesmal nicht ganz so »skandinavisch«-reduziert, sondern natürlich so, wie sie sein muss: passend zum bodenständigen »Produkt« und der Zielgruppe.

Hochschul-Werbung muss nicht langweilig sein

Werbung aus Skandinavien, insbesondere aus Schweden, überzeugt häufig durch Lockerheit und feinen Humor oder Selbstironie. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist dieses Plakat, das für die Technische Universität Luleå wirbt. Luleå liegt fast am Polarkreis und hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 1,3 C. Das sind Rahmenbedingungen, die es deutlich erschweren, Studierende für den Standort zu gewinnen.

Jetzt könnte man auf so einem Plakat natürlich aufzählen, was für hervorragende oder außergewöhnlich Studiengänge (Raumfahrzeug-Design!) es an der LTU gibt – so wie es deutsche Unis gerne machen und nicht merken, wie austauschbar das alles oft bei ihnen ist. Luleå macht aus dem vermeintlichen Nachteil einen Vorteil:

»Great ideas grow better below zero«

Dazu noch Eiswürfel als Keyvisual. Sofort schmunzelt man (oder lacht sogar) und die LTU bleibt irgendwo im Hinterkopf hängen. Ziel erreicht.

Klickt man dann auf die Website, geht es dort genau so weiter. Eiswürfel. Und wenig Text. Drei Links und sonst fast nicht. Gut so.

(Natürlich wird man auf den weiteren Unterseiten der Website mit allen notwendigen Informationen über die Uni und die Studiengänge versorgt und dementsprechend ist dort auch ausführlich Text zu finden.) 

Wieder schmunzeln musste ich, als ich den ersten Untermenüpunkt bei »Utbildning« (Ausbildung) las: »Snön finns i norr« (den Schnee gibt’s im Norden) mit dem Hinweis auf die Uni-eigene Skihütte. Erst danach folgen die Menüpunkte zu den Studiengängen und Kursangeboten.

Und auch der Imagefilm geht in die gleiche Richtung und betont vor allem die Lebensqualität – trotz oder wegen der Kälte.

Liebe deutsche Hochschulen, da gibt es noch einiges aufzuholen. Ich unterstütze Sie gerne dabei! :-)

 

(Das Plakat habe ich in Stockholm fotografiert; die Bildqualität bitte ich zu entschuldigen.)

Grüß Gott.

Die »Agentur des Rauhen Hauses Hamburg« wollte ihr Angebot an Gruß- und Glückwunschkarten modernisieren. Die Karten sind für Kirchengemeinden gedacht, die sie in Ihrer Gemeindearbeit einsetzen: zur Begrüßung neuer Gemeindemitglieder, zu freudigen, aber auch zu traurigen Anlässen. Vorgabe war, dass die Klapp-Karten nur einseitig bedruckt werden, also innen frei bleiben für persönliche Worte – und natürlich auch aus Kostengründen, da einseitiger Druck günstiger ist.

Bei meinem Vorschlag besteht der Titel aus drei Elementen: einem Foto, einem angedeuteten Kreuz und eventuell einem kurzen Text, der den Zweck der Karte beschreibt.

Das Foto soll immer von einem dünnen weißen Rahmen umgeben sein, somit eher an Kunstpostkarten erinnern und dadurch hochwertiger wirken. Das Motiv passt immer zum Spruch (auf dem Rücktitel), kann aber auch gedanklich „quer“ dazu liegen und zum Nachdenken oder Schmunzeln anregen. (Für die Entwürfe habe ich zunächst in günstigen Bilddatenbanken recherchiert, empfehle natürlich auch bei den Fotos letztendlich auf Qualität zu setzen.)

Durch das Kreuz wird der christliche Bezug hergestellt. Die Linien sind leicht transparent, um zu unterstreichen, dass Gott/die Kirche/die Gemeinde „in allem innewohnt“, also auch in dem Bildmotiv.

Die Rückseite enthält ein zum Anlass passendes Zitat o.ä., gesetzt in einer Farbe, die immer zum Foto der Titelseite passt. Die Schrift hat eine freundlich-optimistische Anmutung und ist mit 16 pt auch für ältere, nicht mehr gut Sehende, lesbar. Ich habe mich für die »Pluto« entschieden.

Leider ist aus dem Projekt nichts geworden. Die – aus meiner Sicht – gelungenen Entwürfe wollte ich Ihnen dennoch nicht vorenthalten.

Organisieren und Strukturieren

Nach einem knappen Jahr Vorlaufzeit fand am 29. Februar die erste Veranstaltung der InDesign User Group Hamburg statt. Auf dem Hausboot der FSG – Freien Schule für Gestaltung trafen sich knapp 70 InDesign-Anwender, um vom weltweit anerkannten Experten Rufus Deuchler mehr über die Möglichkeiten zu erfahren, aus InDesign direkt für iPad & Co zu gestalten.

Für das fünfköpfiges Orga-Team galt es im Vorfeld einiges zu planen und manches zu improvisieren: Vor allem die Raumsuche hat uns viel beschäftigt, denn eine Location zu finden, die Platz für so viele Menschen bietet und gleichzeitig nichts kostet, war nicht leicht. Umso mehr freuen wir uns, mit dem Hausboot der FSG einen sehr ungewöhnlichen und zugleich durch und durch hanseatischen Veranstaltungsraum gefunden zu haben.

Bei der Organisation der Veranstaltung profitierte ich von meinen Erfahrungen als Regionalsprecher für die AGD – Allianz deutscher Designer e.V. Auch dort gilt es, Räume zu organisieren, das ganze Drumherum zum Blick zu behalten und den Abend zu moderieren. Auch wenn ich diesmal durch eine Erkältung ziemlich angeschlagen war, kann ich sagen, dass mir das Spaß macht. Organisieren und Strukturieren gehören zu meinen Stärken.

Ohne meine Mitstreiter wäre aber eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht zu schaffen gewesen. Ein großes Dankeschön geht darum an Mara Saueracker, Christof Rickmann, Dirk Rexer und Jörg Maassen.

Wenn auch Sie mit InDesign arbeiten und mehr über die Möglichkeiten den Software erfahren möchten, kontaktieren Sie mich gerne oder registrieren Sie sich bei der InDesign User Group. Dann werden Sie automatisch über den nächsten Termin (voraussichtlich Anfang Mai) informiert und genießen darüber hinaus noch ein paar Vorteile (z.B. Rabatt bei iStockphoto): http://www.indesignusergroup.com/chapters/hamburg/ 

 

 

 

 

 

 

Das Foto zeigt Rufus Deuchler bei seinem informativen Vortrag.

CI vs. CD

Oftmals höre ich bei Vorträgen, Seminaren oder Workshops vor allem von Menschen, die es eigentlich besser wissen müssten, einen ärgerlichen Fehler: Immer wieder wird da von »CI« geredet, wenn doch eigentlich »CD« gemeint ist. Ich kläre auf:

Die Coporate Identity (=»CI«) eines Unternehmens beschreibt dessen Werte, Ziele und Selbstverständnis – oftmals schriftlich fixiert, z.B. in einem »Leitbild«.

Das Corporate Design (=»CD«) ist ein Teilbereich der CI und beinhaltet das Erscheinungsbild des Unternehmens. Also Logo, Schrift, Werbemittel, Geschäftsausstattung, Website, gegebenenfalls Verpackungen etc., die alle aufeinander abgestimmt sind und so der Identität des Unternehmens, der CI, ein Gesicht geben.

(Im angelsächsischen Bereich sieht das etwas anders aus, aber da sind wir ja nicht…)

Schriftsache

Bei der Recherche nach einem Stempel-Hersteller stieß ich in den FAQs eines Anbieters auf diesen Passus:

Wie kann ich einen Font (eine Schriftart) per Mail an Sie senden?

Bitte öffnen Sie den Windows-Explorer und gehen über den „Arbeitsplatz“ auf Ihren „Lokalen Datenträger“ (Ihre Festplatte). Im Ordner „Windows“ finden Sie einen weiteren Ordner „Fonts“. In diesem Ordner befinden sich alle auf Ihrem PC installierten Schriftarten. Kopieren Sie nun bitte die benötigte Schriftart auf Ihren Desktop und senden Sie sie von dort als Attachment per Mail an info@firmenname.de.

Vorsicht! In den allermeisten Fällen dürfen Schriften nicht weiter gegeben werden. Sie sind meist nur für den Computer lizensiert, auf dem sie installiert sind. Gibt man die Schrift weiter, verstößt dies meist gegen die Lizenzbedingungen.

Jeder professionelle Grafiker weiß davon und kennt auch die Lösung, wie der jeweilige Dienstleister – egal ob nun Stempelhersteller, T-Shirt-Drucker oder Schildermacher – eine Datei erhält, die juristisch einwandfrei ist. Ein Grund mehr, sich einen fachlich versierten Partner für die Gestaltung von Was-auch-immer zu suchen.