Aus dem Häuschen & Volles Haus

Mit der Organisation von Veranstaltungen für Designer (und andere) habe ich ja schon einige Erfahrung. Und ich habe auch schon für einige Kunden aus dem Filmbereich gestalterisch gearbeitet. Eine Kinovorführung zu realisieren, war aber neu für mich. Das machte viel Freude, aber auch viel Arbeit:

– Die Filmemacherinnen in Berlin und Stockholm kontaktieren
– Film sichten
– Kino suchen, dass den Film ins Programm nimmt
– Konditionen aushandeln
– Sponsoren suchen
– Flyer und Eintrittskarten gestalten
– kontinuierlich über Website, Facebook, Twitter und Xing Werbung machen
– mögliche Auslagestellen für Flyer identifizieren und beliefern
– und und und.

In Carina Middendorf hatte ich eine kompetente Partnerin an meiner Seite, die insbesondere durch ihre vielfältigen Kontakte einiges erreichen konnte. Trotzdem waren wir am Tag der Filmvorführung aufgeregt. Kommen Gäste? Interessiert sich überhaupt jemand für ein schwedisches Dokumentarfilm-Roadmovie?

Als uns der Kinomitarbeiter vom 3001 Kino verriet, dass sie 37 Vorbestellungen hätten, waren wir begeistert. Als zusätzlich Stühle in den Kinosaal gebracht wurden, waren wir fast sprachlos. Als wir viele weitere Menschen leider vertrösten mussten, weil wirklich kein Platz mehr war, waren wir zwar ein wenig traurig, aber letztendlich auch (die Abgewiesenen mögen es uns verzeihen*) aus dem Häuschen: Ausverkauft!

Foto 3

Damit hatten wir niemals gerechnet! (Die zwei freien Plätze auf dem Foto vorne füllten sich am Ende natürlich auch noch.)

Johanna Aust und Louise Berg, die beiden Filmemacherinnen, waren extra aus Berlin bzw. sogar aus Stockholm angereist und stellten sich nach der Vorstellung zunächst im Kino, später nebenan im Restaurant den Fragen der begeisterten Zuschauer. Eins der vielen positiven Feedbacks, die uns erreichten: Es war ein großartiger, nachdenklicher Film weitab vom Bullerbü-Mainstream. Oft nachdenklich und mit tristen Bildern. Auf der anderen Seite sehr komisch, vor allem durch die befragten Schweden. Es ist sehr erfrischend zu sehen gewesen, dass es entwurzelte und doch geerdete Filmemacher gibt, die so ihren Weg gehen. Der Soundtrack hält sich immer noch in meinen Ohren. Und wie es bei Ohrwürmern oft vorkommt, man muss es nicht unbedingt mögen, aber es setzt sich fest...

Vielen Dank an alle Gäste, ans 3001 Kino, an unsere Sponsoren Riksföreningen Sverigekontakt, Café Saltkråkan und Visit Sweden (die die Anreise der Filmemacherinnen ermöglichte) und natürlich einen extra dickes Dankeschön an Louise und Johanna für ihren wunderbaren Film!

Carina und ich verschnaufen jetzt kurz und planen dann vermutlich ein neues Event für alle Schwedenfreunde in Hamburg. Vi ses!

 

* Eventuell planen wir auch, den Film nochmal zu zeigen, um auch denjenigen, die diesmal nicht mehr in den Saal kamen, eine Chance zu geben. Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen.