Als Kommunikationsdesigner ist InDesign mein tägliches Werkzeug, und das seit der ersten Version der Software. 1999 veröffentliche Adobe, auch Anbieter von Photoshop und Illustrator, das Programm und löste ziemlich schnell QuarkXPress als Standardsoftware fürs »Desktop Publishing« ab. Bis heute hat Adobe mit InDesign ein Quasi-Monopol in diesem Bereich.

Durch den Wandel im Publishing weg von Print hin zu Online scheint InDesign bei Adobe etwas aufs Abstellgleis zu geraten zu sein. Die Aktivitäten von Adobe zum 20. Geburtstag am 31. August hielten sich in engen Grenzen. Immerhin gab es einen deutschsprachigen Blog-Beitrag dazu, und dafür wurde auch ich als InDesign-Experte angesprochen und ein »Steckbrief« von mir erstellt:

 

 

Die Steckbriefe von Heike Burch, Haeme Ulrich, Klaas Posselt, Tim Gouder und mir finden sich auf dieser Website. Natürlich gibt es noch einige weitere InDesign-Experten im deutschsprachigen Raum; vielleicht liefert Adobe hier ja noch nach.

 

Als Organisator der InDesign User Group Hamburg habe ich zusammen mit meinem Team auch eine kleine Geburtstagsfeier organisiert – offenbar die einzige weltweit, wenn man den Suchmaschinen trauen mag. Wie es sich für ein solides Handwerkzeug gehört, haben wir ohne viel Glamour gefeiert, und stattdessen Expert*innen real und per Video eingeladen und mit einem Barcamp und vielen Tipps & Tricks die Besucher*innen unserer Veranstaltung fit(ter) gemacht für die Arbeit mit InDesign (→ Bericht zur Veranstaltung). Hier auf dem Foto erkläre ich das Wichtigste rund um Tabellen in InDesign.

Wo wird InDesign in 20 Jahren sein? Das ist schwer zu sagen. Die Publishing-Welt hat sich zuletzt rasant verändert, und das wird so weiter gehen. Ob InDesign und Gedrucktes noch mehr als ein Nischenprodukt sein werden, kann man nicht voraussehen. Für den »Steckbrief« war meine Antwort:

 

InDesign läuft dann im Browser. Unterstützt durch jede Menge KI werden sich Designerinnen und Designer auf die Entwicklung kreativer, durchdachter Ideen und Strategien konzentrieren können, und viele Routinetätigkeiten erledigt InDesign dann automatisch.