InDesign-Tipp: Tabellenkontur mit Freiraum

Eine BDG-Kollegin fragte mich, ob es bei InDesign-Tabellen die Möglichkeit gibt, die Konturen so aussehen zu lassen:

Ja, das geht. Ist ein klein bisschen komplizierter, aber es zeigt sich auch in diesem Fall: InDesign ist extrem leistungsstark, man muss aber tiefer in das Programm eintauchen, um die Möglichkeiten auszureizen.

So bin ich vorgegangen: Als erstes habe ich einen neuen »Streifen«-Konturenstil angelegt, der oben und unten viel Freiraum und in der Mitte die mehr oder minder dünne Linie hat:

Anschließend wird den horizontalen Linien in der Tabelle dieser Konturenstil (»Typ«) zugewiesen, die gewünschte Stärke ausgewählt und zusätzlich als »Farbe für Lücke« [Papier] angewählt:

Das Ergebnis ist wunschgemäß:

Mit einer Einschränkung: Am äußeren Rand der Tabelle funktioniert das nicht (Bitte dazu die Ergänzung am Ende lesen – geht nämlich doch). Denn in der Logik von InDesign für Tabellen liegen die horizontalen Linien zwar vor den vertikalen Linien, aber die äußeren Linien liegen noch darüber, auch wieder erst horizontal, dann vertikal.

Oder etwas deutlicher gemacht ist die "normale" Logik bei den Tabellenkonturen:

  • Oberste Stufe: Horizontale äußere Linien der Tabelle
  • 2. Stufe: Vertikale äußere Linien der Tabelle
  • 3. Stufe: Horizontale Linien innerhalb der Tabelle
  • Unterste Stufe: Vertikale Linien innerhalb der Tabelle

Korrektur oder besser Ergänzung von Roland Dreger, noch so ein InDesign- und Scripting-Freak: Wenn man noch tiefer in InDesign eintaucht, findet man bei den Tabellenoptionen die Möglichkeit, horizontale oder vertikale Linien nach vorne zu stellen. Das hat dann auch Auswirkungen auf die äußeren Konturen, so dass sich auch deren Verhalten an die inneren anpassen lässt. Vielen Dank, Roland!