InDesign: Format-Namen mit verborgenen Zeichen

Die Anwendung von Formaten erleichtert die Arbeit in InDesign sehr: Es gibt Objektformate, Absatzformate, Zeichenformate, Tabellen- und Zellenformate, in denen ich Aussehen und Auszeichnungen für die einzelnen Elemente festlegen und dann schnell anwenden kann.

Bei meinem Auftrag – zusammen mit Heike Burch – für den Heise-Verlag, bei dem ich Templates für die Zeitschriftenproduktion erstelle, fiel dem fürs Mapping (in etwa: Verbindung zwischen Redaktionssystem und InDesign herstellen) zuständigen Kollegen beim Verlag ein Phänomen auf, das mir noch nicht bewusst war: Formatnamen können auch unsichtbare Zeichen wie Umbrüche oder Tabulatoren enthalten. In diesem Fall war es ein Absatzformat, dessen Name am Ende einen Absatzumbruch enthielt – was dann beim Mapping Probleme machte: Denn statt Ueberschrift-42 hieß das Format Ueberschrift-24¶.

Visuell erkennbar ist dieser kleine Unterschied daran, dass das ganze Feld »Formatname« farblich hinterlegt ist, wenn man den Absatzformat-Dialog öffnet. Bei beispielsweise Tabulatoren sieht es etwas anders aus; in jedem Fall ist bei solch unsichtbaren Zeichen mehr als der »normale« Namen farblich hinterlegt.

Theoretisch kann man auch, so meine Tests, einen Text über mehrere Absätze inkl. aller möglichen Umbruchzeichen et al. als Formatnamen wählen. Ob das sinnvoll ist, sei mal dahingestellt… Der Name wird in der Formatpalette auch angezeigt, im Absatzformat-Dialog allerdings bleibt ein weißes Feld.

Soweit ich das erkennen kann, ist das überhaupt kein Problem bei der normalen Arbeit mit InDesign, aber bei komplexen Aufträgen muss auch an solche Kleinigkeiten gedacht werden.