Produkttest: Tastatur »Craft« von logitech

Zusammen mit der Mouse, die ich neulich testen durfte (Link), erreichte  mich auch die »Craft«-Tastatur von logitech. Erster Eindruck: Wow!

Die Tastatur macht einen sehr hochwertigen Eindruck, selbst das Auspacken macht irgendwie Spaß (nein, ich habe kein Unboxing-Video gedreht). Kleinen USB-Stick ins MacBook Pro (natürlich mit Adapter…), anschalten, und – zack – wird sie vom Mac erkannt und kann benutzt werden. Schon nach wenigen Worten freue ich mich darüber, wie leise die Tastatur ist im Vergleich zu meinem MacBook Pro. Der Tastenhub ist vergleichsweise groß, da bin ich eher mit der Apple-Version glücklich, aber das ist vermutlich Gewöhnung. Meine neue Lieblingstaste sitzt rechts oben: Mit dem "Schloss" sperre ich einfach meinen Rechner. Hach! Die Tasten-Hintergrundbeleuchtung gefällt mir auch sehr gut – sie erkennt, wenn ich mich der Tastatur nähere.

Und dann ist da ja noch das Hauptargument für diese Tastatur, das Drehrad (der Drehknopf?) links oben. Neben "Drehen" gibt es auch "Touch" und "Klick", und alles kann individuell belegt werden. Das bedeutet, dass auch zu einzelnen Programmen unterschiedliche Belegungen für Dreh, Touch und Klick festgelegt werden können. Dazu werden sogenannte Profile installiert, innerhalb derer man dann wieder viele Möglichkeiten hat. Ganz frei ist man in der Belegung nicht, das Drehknopfrad kann also nicht mit allen InDesign-Funktionen belegt werden.

Ein Beispiel: Hat man in InDesign Text ausgewählt, kann über das Drehen die Textgröße verändert werden. Ein "Touch" führt dann zum Funktionswechsel, und der Zeilenabstand, die Laufweite und die Textfarbe (das scheint mir weniger sinnvoll zu sein, da alle angelegten Farben nach und nach durchgegangen werden) können dann wieder per Dreh geändert werden. Die Berührung scheint mir zu sensibel eingestellt – eine leichte Berührung, auch an der Seite und nicht nur oben drauf, reicht, um das Werkzeug zu wechseln. So sieht das dann aus:

Bei Bildern sind widerum anderen Funktionen mit dem Drehknopfrad verknüpft, beispielsweise Skalierung, Deckkraft, Füllfarbe, Konturfarbe und Strichstärke – was ich richtigerweise Konturstärke nennen würde. Bei letzterem habe ich leider einen Bug entdeckt: Stellt man die Strichstärke auf 0, ist sie dennoch 1 pt stark. Bitte nachbessern, logitech!

Mein Fazit: Fürs punkt- und größengenaue Arbeiten ist die CRAFT-Tastatur nicht so geeignet, da kommt man schneller ans Ziel, wenn man den Wert direkt ins entsprechende Feld eingibt (und Tastaturkürzel beherrscht). In der Entwurfs- und Designphase ist die CRAFT-Tastatur sehr gut geeignet, schneller und effektiver zu gestalten. Und die leise und angenehme Tastatur trägt dazu bei, Textarbeit ebenso angenehmer zu machen. Ich habe mich bei meinem Test auf InDesign beschränkt. Andere Tester wie Simea Ulrich heben die hervorragende Zusammenarbeit mit Premiere Pro (und dann vermutlich auch Premiere Rush) hervor (Link).

Was noch fehlt, ist ein Langzeittest: Ich arbeite mit einem ca. 4-6-Finger-System (Autodidakt) und bei einigen Tastaturkürzeln wie beispielsweise "CMD plus T" drehe ich den Daumen auf der CMD-Taste so weit, dass der Fingernagel die Taste berührt – und das ist zu viel für Apple. Nach einem halben Jahr sieht die Taste bei mir so wie auf dem Bild aus. Mal sehen, ob logitech hier besser abschneidet.

 

 

 

 

Hier noch das Produktvideo von logitech:

CRAFT von logitech

Link zur Produktseite

199,- € UVP

Link zum Shop von logitech


Hinweis: Die Tastatur wurde mir für diesen Produkttest von logitech kostenlos zur Verfügung gestellt.