PUBKON 2014

Vom 13. bis 14. Juni fand in Berlin die »Publishing-Konferenz« PUBKON statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Software InDesign, mit der der Großteil der professionellen Designer weltweit arbeitet, um Gedrucktes zu gestalten, aber mehr und mehr auch digitale Lösungen zu produzieren. Zwei Workshops und 27 (!) Vorträge gaben den etwa 150 Teilnehmern umfassende Einblicke und Ausblicke für den Arbeitsalltag.

Ich war zur Unterstützung der Organisatoren vor Ort und für den reibungslosen Ablauf zuständig. Da alles aber von den Veranstaltern Klaas Posselt, Anselm Hannemann, Stephan Mitteldorf und Tim Gouder nahezu perfekt vorbereitet war, blieb mir genügend Zeit, vielen Vorträgen zuzuhören.

Eva-Maria Bolz gab wichtige Hinweise für gute Typografie, denn »gute Typografie ist eine Basisvorausetzung für erfolgreiche visuelle Kommunikation.« Stephan Mitteldorf und Olaf Springorum erläuterten, was schon bei Excel und Word zu beachten ist, um sich die Arbeit zu erleichtern. Heike Burch, Kai Rübsamen, Gregor Fellenz und Gerald Singelmann zeigten, wie mit den vorhandenen Möglichkeiten von InDesign (Formate, GREP, Skripte und noch mehr Skripte) der Workflow vereinfacht und verbessert werden kann.

Andere Themen waren »barrierefreie PDFs«, Formulare, E-Publishing in den verschiedensten Ausprägungen, Farbmanagement, "agiles Publishing" und vieles mehr. Auch durfte Adobe, der Anbieter von InDesign, seine Angebotspalette vorstellen.

Leider fanden immer zwei Vorträge parallel statt. Aber alle »Sessions« wurden auf Video aufgenommen und werden demnächst für die Teilnehmer freigeschaltet. So kann man Verpasstes sehen und Gesehenes wiederholen und vertiefen.

Der Begriff »Konferenz« für die PUBKON greift viel zu kurz. Es ist vielmehr eine fundierte Weiterbildung, die alle Teilnehmer beruflich weiterbringt und allen Publishing-Profis sehr anzuraten ist. Was ich persönlich auch dieses Jahr wieder herausragend fand: Die Referenten sind (mit wenigen Ausnahmen) auch die ganze Zeit vor Ort und fliegen nicht nur für ihren Vortrag ein. Wer also keine Berührungsängste hat, kann auch in den Pausen noch dazu lernen. :-)

Auch habe ich viele neue Kollegen und ihre Arbeitsschwerpunkte kennen gelernt: sehr hilfreich, wenn man im Arbeitsalltag mal einen Spezialisten für die eine oder andere Aufgabe benötigt.

Am Tag vor der PUBKON fanden zwei intensive Workshops statt: Der eigene Laptop war mitzubringen, und so konnte man mit seiner gewohnten Computer-Peripherie entweder das Thema »E-Books« oder »DPS« tiefgreifend beackern.

Ich hoffe auf eine Neuauflage der PUBKON in 2015 und kann jedem Designer sehr empfehlen, sich dort zwecks Weiterbildung und Netzwerken anzumelden!

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